Blutsaugende Spinnentiere

Alles über Zecken

In der Schweiz sind Zecken, vor allem die Schildzecke (Ixodes ricinus), auch Gemeiner Holzbock genannt, weit verbreitet. Sie kommen in tieferen Lagen bis ca. 2000 m über Meer vor. Zecken bewegen sich in Bodennähe und haben es gerne warm und feucht. Daher ist der bevorzugte Lebensraum im Unterholz, auf Wiesen, an Waldrändern und Lichtungen. Dort treffen sie auf ihre bevorzugten Wirtstiere wie z.B. Mäuse, Igel und Rehe oder auch Vögel. Menschen und Tiere, auch Haustiere, streifen die Zecken im Vorbeigehen von Gräsern und Sträuchern ab.

Im Frühjahr und im Herbst ist oft eine Häufung des Vorkommens zu beobachten, aber auch im Winter – sobald die Tagestemperatur auf 7-10 Grad Celsius ansteigt – können Zecken vereinzelt auftreten.

Risiko Minimieren

Prävention

Dickicht meiden

Meiden Sie nach Möglichkeit den natürlichen Lebensraum von Zecken. Beim Gehen durch Unterholz, Sträucher und hohes Gras können vermehrt Zecken abgestreift werden.

Richtige Kleidung

Tragen Sie lange Hosen, Oberteile mit langen Ärmeln, Socken und geschlossene Schuhe. Dies bietet einen gewissen Schutz.

Zecken Sprays

Sie können zeckenabweisende Mittel auf der Haut oder Kleidung anwenden. Der Schutz ist begrenzt und hält, je nach Mittel und dessen Wirkungsdauer, ein paar Stunden an.

Die Kontrolle danach

Nach Aufenthalt im Freien ist es wichtig die Kleider auszuschütteln und den Körper systematisch auf Zecken abzusuchen. Der Zeckenstich (ugs. Zeckenbiss) ist schmerzlos, bevorzugte Stellen sind Kniekehle, Armbeuge, Genitalbereich, Bauch, Achselhöhle, Haaransatz, Ohr. Achten Sie besonders auf die kleinen Larven und Nymphen, weil diese leicht übersehen werden können, da sie fast wie eine Sommersprosse aussehen.

Haustiere

Haustiere (Hunde und Katzen) bringen viele Zecken ins Haus. Das Anlegen von Zeckenhalsbändern, sowie ein regelmässiges Absuchen der Tiere auf Zecken ist daher empfehlenswert.

FSME Impfung

Gegen FSME gibt es eine wirksame Schutzimpfung für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren. Gemäss Impfschema braucht es dazu drei Impfungen innerhalb eines Jahres. Eine einmalige Auffrischimpfung wird alle 10 Jahre empfohlen.
Gegen die Borreliose gibt es keine Impfung.

Gewusst wie

Zecken richtig entfernen

Eine Zecke muss möglichst rasch nach ihrer Entdeckung entfernt werden. Verwenden Sie dazu eine Zeckenpinzette, eine spezielle Zeckenzange oder eine Zeckenkarte. Fixieren Sie die Zecke am Kopf, möglichst nahe über der Haut, mit o.g. Werkzeug und entfernen Sie die Zecke mit einem gleichmässigen, senkrechten Zug langsam aus der Haut. Achten Sie darauf, dass Sie die Zecke nicht drehen und quetschen oder mit Öl, Desinfektionsmittel oder anderen Flüssigkeiten übergiessen. Hierbei können Körperflüssigkeiten der Zecke schneller in den Körper gelangen, was ein höheres Infektionsrisiko bedeutet.

Bleibt ein Teil des Kopfes in der Haut stecken, ist dies nicht weiter schlimm, da er von unserem Körper selbst herausgearbeitet wird. Desinfizieren Sie die Zeckeneinstichstelle gut, notieren Sie das Datum der Zeckenentfernung und fotografieren Sie allenfalls die Zeckeneinstichstelle, um spätere Veränderungen an der Einstichstelle überprüfen zu können.

Darauf achten

Nach einem Stich

Treten Symptome wie grippeartige Beschwerden, Schwindel, Gelenk-, Kopfschmerzen oder Übelkeit auf, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf und bestehen Sie auf eine genaue Abklärung.

Beobachten Sie die Einstichstelle in den folgenden Tagen und Wochen auf eine wandernde, ovale oder ringförmige Rötung (Wanderröte). Tritt eine Wanderröte (Erythema migrans) auf, suchen Sie ebenfalls den Arzt auf für eine Abklärung.

Die meisten Zeckenstiche verlaufen symptomlos, schliessen aber eine spätere Infektion nicht aus. Daher sollten Sie 4 Wochen nach dem Zeckenstich einen Bluttest durchführen lassen, um eine Übertragung von Erregern sicher auszuschliessen.

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